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Molekulare Medizin in Göttingen für Interessierte
 
 
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Warum Göttingen?

Für Göttingen als Studienort spricht wirklich
eine ganze Menge.

Wenn Du beschließt hier zu studieren, landest Du in einer richtigen Studentenstadt. Die Uni und vor allem die Studenten gehören hier einfach zum Stadtbild dazu und sorgen dafür, dass in Göttingen mehr los ist als in anderen Städten vergleichbarer Größe. 25000 Studenten bei 130000 Einwohnern ist eben auch viel.
Die Göttinger Uni ist außerdem eine Traditionsuni, an der schon viele Berühmtheiten gelernt oder gelehrt haben. Auch Bismarck hat hier ein Jahr lang studiert (allerdings hat er das Leben wohl zu sehr genossen, denn er hat auch viel Zeit im Karzer verbracht...).
Lang ist auch die Liste der Nobelpreisträger, die mit Göttingen zu tun hatten.
So kommt es, dass die Namen dieser Persönlichkeiten einem immer wieder an Hauswänden, auf Straßenschildern oder Grabsteinen begegnen. Diese glorreiche Vergangenheit muss allerdings mitunter ignoriert werden, besonders, wenn man eben noch versucht hat in Physik die Heisenbergsche Unschärferelation zu verstehen und dann über den Werner-Heisenberg-Platz läuft oder -noch schlimmer- für Physiologie das "Lieblingsthema" Niere lernen musste und einen der Weg dann durch die Henle-Schleife, pardon Henlestraße führt. Da nimmt man schon mal Umwege in Kauf...
Wer jetzt bei dem Wort Traditionsuni und bei 25000 Studenten an eingestaubte Strukturen und anonymen Massenbetrieb denkt, liegt, was den Studiengang Molmed angeht, glücklicherweise falsch. Die Molekulare Medizin hatte noch keine Zeit einzustauben und bei circa 20 Studenten pro Semester kennt jeder jeden.
Im ersten Jahr sind die Vorlesungen hauptsächlich an der noch teilweise ganz neuen Norduni und auch danach werdet Ihr hauptsächlich im Klinikum oder anderen Gebäuden der Medizinischen Fakultät Veranstaltungen haben. Somit hat man mit den richtigen Studentenmassen nur dann zu tun, wenn man auf dem Hauptcampus ist. Dort hat die Mensa z. B. auch am Samstag auf, was für diejenigen, deren Kochkunst sich bis jetzt auf die Bedienung des Dosenöffner beschränkt, eine nette Abwechslung ist.
Davon abgesehen, kann ein bisschen Tradition ja auch ganz schön sein. So gibt es hier z. B. den Brauch, dass Doktoranden nach bestandener Doktorprüfung das Gänseliesl küssen. Damit ist diese Statue auf dem Marktplatz in der Altstadt vielleicht das meistgeküsste Mädchen Göttingens. Sie ist ja mit ihren 104 Jahren auch schon ein bisschen älter.
Göttingen hat im übrigen eine nette Größe. Wer eine richtige Großstadt erwartet, ist allerdings an der falschen Adresse. Hier kann man eigentlich alles mit dem Fahrrad erreichen und das tun die meisten dann auch, weshalb man sich nur wundern kann, dass es nicht öfter kracht, wenn an einer Ampel auf jeder Straßenseite zehn Radfahrer direkt aufeinander zufahren.
Für ein bisschen Großstadtluft kann man mit dem Semesterticket innerhalb von einer bis eineinhalb Stunden Hannover oder auch Kassel erreichen.
Ansonsten muss man sich eben daran gewöhnen, dass man immer wieder Leuten über den Weg läuft, die man zumindest vom Sehen kennt.
Und für den Fall, dass man doch einfach mal raus muss oder nach Hause fahren möchte, ist es praktisch, dass die Autobahn direkt an Göttingen vorbeigeht und auch die Nord-Süd-Verbindung der Bahn in Göttingen Halt macht.
Was auf jeden Fall noch gesagt werden muss, ist dass die ruhmreichen Forscherzeiten Göttingens noch lange nicht vorbei sind. Im Gegenteil. Vor allem in der naturwissenschaftlichen Forschung ist Göttingen mit mehreren Max-Planck-Instituten, dem Deutschen Primatenzentrum und auch der Uniklinik ganz gut vertreten. Genauso interessant sind sicherlich auch interdisziplinäre Einrichtungen wie das European Neuroscience Institute (ENI), das Göttinger Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (GZMB) und das DFG-Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns (CMPB) - genau die richtige Umgebung um Molekulare Medizin zu studieren!


Birgit Manno

 
Aktuelles: Es gibt wieder ein MOLMED Symposium, diesmal in Bonn. LINK